Diese Vorteile bietet Begleitetes Fahren
Die vielen Einzelheiten, die beim sicheren Steuern eines Pkw beachtet werden müssen, können für Fahranfänger eine Überforderung darstellen: Es gilt, das Fahrzeug richtig zu bedienen, das Verkehrsgeschehen im Blick zu behalten, eine Geschwindigkeitsüberschreitung zu vermeiden und gleichzeitig in kürzester Zeit Verkehrssituationen zu bewerten und richtig darauf zu reagieren.
Hier setzt bereits ein Vorteil des Begleiteten Fahrens ab 17 (kurz: BF17) an: Die Anwesenheit einer erfahrenen Begleitperson vermittelt Fahranfängern ein Gefühl größerer Sicherheit und gibt ihnen die Möglichkeit, in herausfordernden Situationen Fragen zu stellen. Das vermittelt auch Eltern ein besseres Gefühl mit den ersten praktischen Fahrerfahrungen ihres Kindes.
Die in diesem „abgesicherten“ Rahmen erlangte Fahrpraxis unterstützt außerdem nachweislich dabei, Unfälle und Verkehrsverstöße zu reduzieren oder sogar ganz zu vermeiden. So zeigte eine erste Auswertung aus dem Modellversuch, mit dem in Niedersachsen im Jahr 2004 erstmalig das Begleitete Fahren getestet wurde, dass die Teilnehmer 28,5 % weniger Unfälle verursacht und 22,7 % weniger Verkehrsverstöße begangen hatten.
Nach der Einführung des Begleiteten Fahrens in allen übrigen Bundesländern konnten die positiven Ergebnisse zur Verkehrssicherheit bestätigt werden: Noch immer sind BF17-Fahrer 23 % seltener an Verkehrsunfällen beteiligt und begehen 22 % weniger Verkehrsverstöße.
Auch zeitlich kann das Begleitete Fahren vorteilhaft sein: Junge Menschen sind vor allem in der Zeit um den 18. Geburtstag herum mit vielen wichtigen Aufgaben beschäftigt. Dazu gehören zum Beispiel die Abiturvorbereitungen oder die Suche nach einem Ausbildungs- oder Studienplatz. Wer die Fahrprüfungen schon vorher ablegt, braucht sich also während dieser intensiven Zeit nicht noch zusätzlich mit Fahrstunden und den Vorbereitungen für die Fahrprüfung zu beschäftigen.
Das Begleitende Fahren mit 17 hat zu guter Letzt noch einen weiteren Vorteil, an den häufig nicht sofort gedacht wird: Durch das Begleitete Fahren lassen sich nämlich schon sehr früh unfallfreie Fahrzeiten sammeln, die sich später positiv auf die Schadenfreiheitsklasse und somit auf den Beitrag zur Autoversicherung auswirken.