Ihre SF-Klasse entspricht der Anzahl der Kalenderjahre, die Sie bereits unfallfrei gefahren sind. Führen Sie also beispielsweise bereits seit 12 Jahren ein Kraftfahrzeug, ohne selbst einen Unfall verursacht zu haben, so werden Sie grundsätzlich in die SF-Klasse 12 eingestuft. Einige Ausnahmen gibt es – mehr darüber erfahren Sie in weiter unten folgenden Abschnitten. Jeder Versicherer führt eigene Tabellen über die SF-Klassen und Rückstufungen im Schadenfall, in denen jeder Schadenfreiheitsklasse ein Rabatt auf die Beitragshöhe zugeordnet ist.
Tipp: Die Tabellen über die Schadenfreiheitsklassen der HUK24 finden Sie in den Versicherungsbedingungen zur Autoversicherung.
Die Schadenfreiheitsklassen in der Autoversicherung tragen somit zu einer fairen Beitragsgestaltung bei: Wer sicher fährt, zahlt weniger. Fahranfänger, deren Unfallrisiko aufgrund geringer Fahrpraxis noch vergleichsweise hoch ist, werden in eine niedrige SF-Klasse eingestuft und müssen daher vorerst höhere Beiträge leisten als Routiniers, die auf viele Jahre unfallfreien Fahrens zurückblicken. Auch wer kein Fahranfänger mehr ist, aber einen oder mehrere Unfälle verschuldet hat, muss mehr zahlen: Seine SF-Klasse wird entsprechend einer Rückstufungstabelle angepasst, wodurch die Beitragshöhe steigt.
Wichtig: Wenn Sie unverschuldet in einen Autounfall geraten, hat das keine negativen Auswirkungen auf Ihre Schadenfreiheitsklasse. Unter anderem deswegen ist es aber auch so wichtig, dass nach einem Verkehrsunfall die Schuldfrage zweifelsfrei geklärt wird.
Übrigens: Schadenfreiheitsklassen beziehen sich auf
- die Kfz-Haftpflichtversicherung
- eine Vollkaskoversicherung
- nicht jedoch auf eine Teilkaskoversicherung
Wie groß die Ersparnis aufgrund der Schadenfreiheitsklasse ausfällt, ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich.