Manch einer könnte nun darauf kommen, der Risikolebensversicherung den Raucher-Status zu verschweigen. Davon ist allerdings dringend abzuraten. Es besteht die Verpflichtung, alle Fragen der Gesundheitsprüfung wahrheitsgemäß zu beantworten. Stellt der Versicherer später fest, dass jemand bewusst oder fahrlässig falsche Angaben gemacht hat, hat er das Recht, ohne Erstattung der bisher geleisteten Beiträge vom Versicherungsvertrag zurückzutreten.
Tatsächlich prüfen Versicherer in Stichproben oder bei Verdachtsmomenten, ob die Angaben einzelner Versicherungsinteressenten stimmen. So können sie beispielsweise gerade bei höheren Risikolebensversicherungssummen Untersuchungen wie ein EKG oder einen Lungenfunktionstest zur Bedingung machen, die verlässliche Hinweise darauf geben können, ob jemand regelmäßig raucht. Hat jemand bei der Antragstellung gelogen, kann die Risikolebensversicherung den Nachweis darüber also oft leicht erbringen.
Und: Wenn jemand sich als Raucher eine günstige Risikolebensversicherung durch Falschangaben bei Versicherungsschluss erschleicht und später an den Folgen des Tabakkonsums verstirbt, wird der Versicherer die Auszahlung der Versicherungssumme aus der RLV verweigern, wenn ihm die Todesursache zur Kenntnis gelangt. Daher besteht der bessere Weg darin, einen höheren Beitrag für die Risikolebensversicherung als Raucher zu akzeptieren, statt das Rauchen zu verheimlichen und falsche Angaben zu machen.
Um wie viel teurer eine Risikolebensversicherung für Raucher ist, lässt sich nicht pauschal beantworten, da die Beitragshöhe von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängt, unter anderem davon, in welchem Alter der Versicherungsinteressent zum Zeitpunkt des Abschlusses ist oder welche sonstigen Lebensumstände sich auf Gesundheit und Lebenserwartung in bestimmter Weise auswirken.