Ölwechsel

Damit Ihr Auto läuft wie geschmiert, sollten Sie regelmäßig das Öl wechseln. Natürlich können Sie diese Arbeit auch einer Werkstatt überlassen und die Kosten dafür in Kauf nehmen. Je nach Fabrikat und Werkstatt können diese stark schwanken. Ein dreistelliger Betrag ist jedoch die Regel. Mit etwas Geschick und ein paar Vorkehrungen können Sie diese Arbeit allerdings auch selbst verrichten und die Kosten sparen. Kleine Einschränkung: Einen Ölwechsel beim Automatikgetriebe überlassen Sie doch besser Ihrer Werkstatt. Der nimmt sich nämlich deutlich komplizierter aus als beim Schaltgetriebe.

 

Wann ist es Zeit für den Ölwechsel?

Die Empfehlungen darüber, wann ein Ölwechsel fällig ist, hängen vom Hersteller ab. Zwischen 15.000 und 30.000 km Fahrleistung sind gängige Angaben, andere empfehlen, nach einem Zeitraum von 12 oder 18 Monaten dem Kfz neues Öl zu gönnen. Im Zweifelsfall bekommen Sie eine Antwort im Fahrzeughandbuch oder bei Ihrem Händler. An diese Empfehlung sollten Sie sich halten. Verlassen Sie sich auch nicht darauf, dass Sie die Intervalle mit Longlife Öl ausdehnen können. Denn das Motoröl schützt alle Teile, die sich bewegen oder miteinander in Berührung kommen vor Abnutzung. So verlängern Sie mit regelmäßigem Ölwechsel und der Einhaltung der Herstellerempfehlung die Lebensdauer Ihres Fahrzeugs.

 

Wenn oben etwas reinkommt, muss unten etwas raus

Erste Herausforderung: Sie müssen unter Ihr Auto gelangen können. Zu diesem Zweck können Sie eine Hebebühne oder Grube in einer Selbsthilfe-Werkstatt anmieten. Das kostet zwar wieder Gebühren, hat aber gerade für Ihren ersten eigenen Ölwechsel einen entscheidenden Vorteil: Wenn Sie nicht mehr weiter wissen, stehen Ihnen professionelle Ansprechpartner zur Seite. Sie können sich für Ihren Ölwechsel allerdings auch mit einem Wagenheber behelfen. Wichtig ist nur, dass Ihr Fahrzeug beim Nachfüllen mit neuem Öl wieder gerade steht.

 

Sorgen Sie dafür, dass es flutscht

Zweite Herausforderung: Der Motor sollte warm sein, damit das alte Öl besser ablaufen kann – aber nicht heiß, damit Sie sich beim Motoröl wechseln nicht verletzen. Lassen Sie den Motor am besten ein bis zwei Minuten laufen, bevor Sie mit dem Ölwechsel beginnen. Prüfen Sie aber unbedingt mit respektvollem Abstand, ob Teile Ihres Motors noch zu heiß sind.

 

Lassen Sie Ihr Altöl atmen

Wenn Sie Ihr Auto von unten zugänglich gemacht haben, öffnen Sie die Motorhaube und lösen den Öldeckel ab. Das muss jetzt schon sein, damit beim Ablassen des gebrauchten Öls kein Vakuum entsteht, das den Ablauf behindern könnte.

 

Nichts auf den Boden kommen lassen

Stellen Sie als nächstes ein Gefäß zum Auffangen des Altöls unter die Ablassschraube und entfernen Sie diese. Mit einem Blick ins Handbuch Ihres Autos haben Sie bereits erfahren, wie viel Öl es braucht. Die entsprechende Menge haben Sie ja auch an neuem Öl besorgt. Daher wissen Sie auch, wie groß das Auffanggefäß sein muss.

 

Der Ölfilter freut sich auch über Abwechslung

Während das alte Öl Ihr Auto verlässt, können Sie gleich den Ölfilter wechseln. Schrauben Sie den alten Ölfilter ab und reinigen Sie die Dichtfläche mit etwas fettlösendem Bremsreiniger auf einem Lappen. Fetten Sie nun den neuen Ölfilter an den Kontaktflächen ein und schrauben Sie ihn an – fertig.

 

Erst einmal wieder geraderücken

Sobald Ihr Wagen komplett vom alten Motoröl befreit ist, schrauben Sie die Ablassschraube wieder fest und entfernen den Auffangbehälter. Das Altöl können Sie übrigens bei jedem Händler abgeben, bei dem Sie auch Motoröl kaufen können. Da das Auto zum Befüllen mit neuem Öl gerade stehen muss, sorgen Sie nun für die entsprechende Position, falls Sie sich mit einer abschüssigen Rampe oder einem Wagenheber beholfen haben.

 

Eile mit Weile

Füllen Sie jetzt das neue Öl ein – am besten langsam und gemächlich, damit nichts danebengeht. Sonst könnten in der Folgezeit nämlich unangenehme Gerüche beim Fahren entstehen oder Motorteile, deren Oberfläche kein Öl verträgt, in Mitleidenschaft gezogen werden. Außerdem sollten Sie nicht riskieren, zu viel einzufüllen. Denn überschüssiges Öl müssten Sie im Anschluss gleich wieder ablassen – schade um das teure Öl und um die Arbeit. Denn unter Umständen müssen Sie Ihr Auto dafür erst wieder in eine angehobene Position bringen.

 

Alle Ecken sollen erreicht werden

Wenn Sie mit dem Befüllen fertig sind, schließen Sie den Öldeckel wieder und lassen Ihr Fahrzeug einige Minuten im Stand laufen. So kann sich das neue Öl in alle Bereiche Ihres Motors verteilen, denen es guttut.

 

Glückwunsch zum erfolgreichen Ölwechsel

Nachdem Sie den Motor abgeschaltet haben, warten Sie erneut etwa 5 Minuten und kontrollieren Sie den Ölstand. Wenn die Anzeige zu nah beim Minimum liegt, füllen Sie noch etwas Motoröl nach. Ansonsten haben Sie es geschafft und Ihr Motor läuft geschmeidig wie frisch geölt.

 
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