Kosten für den Führerschein

“Endlich selber Auto fahren,” lautet ein Traum, den viele U18 teilen. Doch bevor Sie sich mit einem druckfrischen Führerschein bewaffnet ans Steuer setzen dürfen, müssen Sie erst noch die Führerscheinprüfung bestehen. Und nicht genug damit, dass Sie dafür büffeln und üben müssen – der Spaß kostet auch noch Geld. Mit wie viel Sie etwa rechnen können, listen wir hier für Sie auf.

 

Die Unterschiede sind groß

Die schlechte Nachricht zuerst: Rund um Ihren Führerschein gibt es kaum Kosten, die grundsätzlich für alle gleich sind. Der größte Teil der Führerschein-Kosten hängt von der Fahrschule ab, die Sie besuchen. Außerdem sind die Kosten regional unterschiedlich – meist ist es in ländlichen Gebieten etwas günstiger als in der Stadt. Verschiedene Berechnungen zeigen, dass die Gesamtkosten für den Führerschein Klasse B in Brandenburg und Sachsen-Anhalt bei etwa 1.200 € losgehen, während sie in Bayern und Baden-Württemberg auch schon einmal 2.000 € überschreiten können.

 

Die ersten Kostenpunkte

Schon vor dem ersten Unterricht geht es los mit den Kosten. Denn einige Bescheinigungen müssen Sie der Fahrschule bereits bei der Anmeldung vorlegen:

  • Sehtest: ca. 6 €
  • Passbilder: ca. 8 €
  • Erste-Hilfe-Kurs: ca. 30 €
  • Führerscheinantrag (für den B-Führerschein): ca. 40 €

Damit sind Sie schon über 80 € los, bevor Sie sich überhaupt für eine Fahrschule entschieden haben.

 

Je nach Fahrschule verschiedene Gebühren

Als nächstes ist die Fahrschule zu kalkulieren. Und hier sind die Unterschiede mitunter so gewaltig, dass eine klare Aussage über die Kosten unmöglich ist. Preise zwischen 25 und 50 € sind pro Fahrstunde gängig. Also lohnt es sich, zu vergleichen. In der Fülle der Angebote bietet der ADAC einige wertvolle Hinweise, worauf Sie besonders achten sollten:

  • Die Grundgebühr sollte höchstens das 10-fache einer Normalfahrstunde kosten.

  • Eine Sonderfahrt sollte maximal das 1,5-fache einer Normalfahrstunde kosten.

  • Die Gebühren für die Vorstellung zur theoretischen und praktischen Prüfung sollten zusammengerechnet nicht mehr kosten als das 5-fache einer Fahrstunde.

  • Der Teilgrundbetrag (falls die Fahrschule diesen nach nicht bestandener Theorieprüfung verlangt), sollte nicht mehr als das 5-fache einer Fahrstunde kosten.

Weitere Orientierungshilfen können Ihnen Freunde bieten, die den Führerschein schon haben. Fragen Sie alle, was sie von ihrer Fahrschule halten. Denn nicht nur der Preis entscheidet. Eine günstigere Fahrstunde nützt Ihnen nur wenig, wenn der Unterricht so lausig ist, dass Sie am Ende 10 Fahrstunden mehr brauchen oder gar durch die Prüfung fallen.

 

Auch die Lernhilfsmittel kosten

Wenn Sie sich für eine Fahrschule entschieden und die Grundgebühr entrichtet haben, müssen Sie sich noch die Lernmaterialien zulegen. Hier können Sie Ihre Ausgaben natürlich dadurch reduzieren, dass Sie sich von älteren Geschwistern oder Freunden die Unterlagen leihen. Außerdem können Sie sich mit Freunden gemeinsam die Lernmaterialien zulegen und teilen.

 

Nächster Kostenfaktor: die Prüfungen

Wenn Sie gut auf die Fahrprüfungen vorbereitet sind, meldet Sie Ihre Fahrschule dafür an – oft gegen weitere Gebühren, aber nicht immer. Für die Vorstellung zur theoretischen Prüfung können hier noch einmal bis zu 75 € fällig werden, für die Vorstellung zur praktischen Fahrprüfung bis zu 200 €. Für beide Prüfungen fallen zusätzlich TÜV/DEKRA-Gebühren an, die von Ort zu Ort unterschiedlich hoch ausfallen: für die Theorieprüfung sind das etwa 20 €, für die praktische Führerscheinprüfung ca. 90 €.

 

Teilgrundbetrag? Bei weitem nicht immer

Dreimal auf Holz geklopft kann es doch dazu kommen, dass Sie für die Prüfung einen zweiten Anlauf brauchen. Dann kann Ihre Fahrschule einen so genannten Teilgrundbetrag erheben: aber nur, falls dies im Vertrag so vereinbart ist.

 

Wer kombiniert, spart

Wenn Sie vorhaben, gleich den Führerschein für mehrere Klassen zu machen, können Sie die entsprechenden Kosten kombinieren und somit insgesamt Geld sparen. Auch in diesem Punkt erkennen Sie eine gute Fahrschule: Die berät Sie nämlich ausgiebig, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben und hilft Ihnen nach Möglichkeit bei Ihrer Kostenkalkulation.

 
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