Die grüne Karte

Die Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr (IVK) wird umgangssprachlich wegen ihrer Farbe einfach Grüne Karte oder Grüne Versicherungskarte genannt. Sie gilt als Nachweis, dass für das Fahrzeug eine Kfz-Haftpflichtversicherung besteht und erspart es Auslandsreisenden, an jeder Grenze einen landesüblichen Versicherungsschutz abzuschließen.

 

Gültig in Europa – und darüber hinaus

Schon seit langer Zeit erkennen zahlreiche Länder der Erde den Versicherungsschutz ihrer Kfz-Haftpflichtversicherungen gegenseitig an – und zwar wurde das bereits 1949 in einem entsprechenden Abkommen beschlossen. Dieses Abkommen beschränkt sich nicht allein auf Europa, die grüne Karte gilt z. B. auch in Marokko, Tunesien, Israel, dem Iran oder der Türkei.

 

Reicht denn nicht das Kennzeichen?

Im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) geht die gegenseitige Anerkennung gar so weit, dass das Kennzeichenabkommen greift. Das heißt: das amtliche Kfz-Kennzeichen wird als Nachweis für eine Kfz-Haftpflichtversicherung anerkannt. In allen EU-Mitgliedstaaten, sowie z. B. in Island, Norwegen, Liechtenstein, der Schweiz aber auch in Ländern wie Andorra und Monaco, brauchen Sie die Grüne Karte nicht zwingend mitzuführen. In Italien wird allerdings beispielsweise bei Unfällen nach der Grünen Karte verlangt. Hier ist es sinnvoll, sie bei sich zu haben. Zusätzlich enthält sie zahlreiche Daten und Informationen, die bei einem Unfall im Urlaub nützlich sind.

 

Wo hab ich sie denn?

Die Grüne Versicherungskarte erhalten Sie in der Regel zusammen mit dem Versicherungsschein Ihrer Kfz-Versicherung. Sie können sie aber auch jederzeit von Ihrem Versicherer anfordern. Am besten packt man die Karte dann gleich ins Auto, so hat man sie auch bei spontanen Auslandsfahrten immer dabei. Falls Sie unsicher sind, ob Ihre Grüne Karte an Ihrem Urlaubsort gilt, reicht ein Blick darauf. Denn dort sind alle Länder aufgelistet, für die Ihr Versicherungsschutz bestätigt wird.

 
nach oben