HUK24 Ratgeber

Welche Leistungen erhalte ich bei Berufsunfähigkeit aus der gesetzlichen Rentenversicherung?

  • Arbeitnehmer, die ab dem 1. Januar 1961 geboren wurden, erhalten keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente mehr. Sie erhalten nur noch eine wesentlich geringere, sogenannte Erwerbsminderungsrente, gestaffelt nach dem Leistungsvermögen pro Tag. Genauer gesagt:
  1. Selbst die volle Rente, die der Staat den Menschen zahlt, die weniger als 3 Stunden pro Tag arbeiten können, beträgt durchschnittlich ca. ein Drittel des bisherigen Bruttoeinkommens.
  2. Wer noch 3 bis 6 Stunden arbeiten kann, erhält noch weniger.
  3. Und ab 6 Stunden gibt es gar keine Rente mehr.
Dabei wird keine Rücksicht mehr darauf genommen, welchen beruflichen Status und welche Ausbildung der Betroffene zuvor hatte. Es kommt nur darauf an, wie viele Stunden täglich eine beliebige auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verfügbare Tätigkeit ausgeübt werden kann. Ein Arzt kann damit durchaus auf eine Tätigkeit als Pförtner oder Reinigungskraft verwiesen werden.
  • Arbeitnehmer, die vor dem 1. Januar 1961 geboren wurden, können bei Berufsunfähigkeit Leistungen erhalten, diese wurden in der Vergangenheit jedoch immer wieder gekürzt und reichen kaum, den bisherigen Lebensstandard zu halten.
  • Beamte auf Widerruf und auf Probe haben bei Dienstunfähigkeit keinen Versorgungsanspruch. D.h. Sie werden bei Dienstunfähigkeit entlassen und in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Dort wird geprüft, inwieweit eine Erwerbsminderung vorliegt, analog den Arbeitnehmern.
  • Beamte auf Lebenszeit werden bei Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt und haben Anspruch auf ein Ruhegehalt. Dieses berechnet sich aus Ihren ruhegehaltsfähigen Dienstzeiten und Bezügen. Hierbei wird ein Versorgungsabschlag von 10,8 % berücksichtigt, wenn Sie vor dem 60. Lebensjahr dienstunfähig werden. Darüber hinaus vermindern die neue lineare Ruhegehaltsskala und die Absenkung des Ruhegehaltssatzes auf 71,75 % Ihrer Ansprüche bei Dienstunfähigkeit. Selbst als Beamtin/Beamter auf Lebenszeit bleibt eine deutliche
    Versorgungslücke.
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